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1. Ehrenmal:

Durch die unterschiedlichen Witterungen in Frühling, Sommer, Herbst und Winter waren die Namen der gefallenen Soldaten im 1.Weltkrieg auf unserem Ehrenmal, die in Sandstein eingehämmert waren, nicht mehr zu entziffern.  

Der Antrag das Ehrenmal auf dem Friedhof sanieren zu lassen wurde jedoch abgelehnt, da der benötigte Geldbetrage von damals über 6800 Mark nicht von der Gemeinde bezahlt werden wollte.

Also mussten wir selbst aktiv werden und Hans-Heinrich Grave nahm die Sache in die Hand.

In unserem Dorf kamen bei nur 130 Einwohnern 1780 Mark zusammen und das zeigt, dass es im Sinne aller Brockensener war das Ehrenmal zu erneuern.

Nach vielen Tagen und Nächten der Forschung waren die unleserlich gewordenen Namen wieder alle beisammen und durch viel Engagement und die Hilfe der älteren Brockensener, gelang es sogar die Namen der im 2. Weltkrieg gefallenen Soldaten herauszufinden.

Da das „neue Denkmal“ nun nicht mehr in teuren Sandstein eingehämmert wurde, sondern Hans-Heinrich Grave auf die Idee kam eine Bronzeplatte gravieren zu lassen, waren die Kosten pro Buchstabe nicht mehr so hoch und somit wurde es möglich die Namen der gefallenen Soldaten im 2.Weltkrieg mit aufzunehmen.

Nun sind wir alle stolz auf unser neues Ehrenmal und freuen uns die Namen derer, die im Krieg gefallen sind, wieder lesen zu können.


Folgendes Dokument ging damals in Brockensen rum:

Betrifft:            Erneuerung der Inschrift unseres Kriegerdenkmals

Wie Ihr alle wisst, ist die Inschrift unseres Kriegerdenkmals nicht mehr lesbar.

Durch Zufall, fand ich ein altes Foto, mit dessen Hilfe die Inschrift wieder rekonstruiert werden konnte. Verzeichnet waren die gefallenen Soldaten des 1. Weltkrieges.

Lisa Götze und Rainer Vespermann sorgten dann dafür, dass die Erneuerung durch unsere Gemeindeverwaltung in Gang gesetzt wurde.

Herr Kasper kümmerte sich um diese Sache. Er setzte zusätzlich noch die Ihm bekannten gefallenen Soldaten des 2. Weltkrieges auf die Tafel, und ließ ein Angebot erstellen.

Der Preis lag bei ca. 8000.- DM

Herr Jarck war der Meinung, das dieser unerwartet hohe Betrag nicht allein durch die Gemeindekasse zu begleichen sei. Eine kleine finanzielle Beteiligung der Brockenser sei erforderlich.

Bei einem anschließenden Gespräch schlug ich folgendes vor:

1.  Reduzierung des Angebotspreises durch Eigenleistung, z.B.:

1.1  Erstellung eines Gestaltungsvorschlags, Maße, Inhalt usw.

1.2  Einholen eigener Angebote

1.3  Selbstmontage der Bronzeplatte

2.  Durchführung einer Sammlung

3.  Eventuelle Bezuschussung durch die Freiwillige Feuerwehr Brockensen

4.  Übernahme des Restbetrages durch die Gemeinde

Bevor ich nun eigene Angebote einhole, bringe ich den Inhalt und die Gestaltung der Tafel in Umlauf, damit jeder noch einmal Kontrolle lesen kann. (siehe Anlage)

Die fehlerhafte Namensliste vom 2.Weltkrieg wurde durch Irmgard u. Fritz Fredebold, Anneliese Benze, Wilhelm Wessel und Friedrich-Wilhelm Böhning korrigiert und vervollständigt.

Sollten trotzdem noch Fehler und Versäumnisse erkannt, oder Verbesserungsvorschläge gemacht werden, bitte ich um Nachricht.

Mit freundlichem Gruß

Heiner

Von Heiner Grave 16.06.1999      ____________________________________________________________________________________________________________________________________________________

2. Ilsebrücke

1993 nahmen die Brockensener die Sanierung der Ilsebrücke, die schon fast unbefahrbar war, selbst in die Hand. Noch heute können die Bauern ohne Umwege und mit schwerem Gerät ihre Felder erreichen.

Die Brückensanierung erfolgte in der Zeit zwischen dem 13. Mai und dem 06. Juli 1993 in Eigenleistung durch die Teilungs- und Verkopplungsinteressentenschaft Brockensen. Die aktiven 21 Helfer aus der Mitgliedschaft wurden von zwei "Gast" - Arbeitern aus der Nachbarschaft Grohnde fachmännisch unterstützt.

Danke an alle Helfer!!!

Hier ein paar Fotos:

die Brücke vor der Sanierung

 


Friedrich-Wilhelm Böhning und Gerhard Götze verfugen das ausgewaschene Mauerwerk neu


F.-W. Böhning, F. Fredebold, G. Kufall, U. Hellert und H.-H. Grave bei der Arbeit

F. Fredeboldt, G. Götze, ..., H. J. Stolte, T. Stolte, ... , U. Hellert

G. Götze, J. Koalenzki, H.J. Stolte, F. Hille

W. Strüver, J. Koalenzki, U. Hellert, H. Vespermann usw. betonieren

gemeinsam geschafft


 

 

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3. Teufelspfuhl

Auch um Brockensen ranken sich altertümliche Sagen und Geschichten und so auch um den zwischen Brockensen und Hajen gelegenen Eichberg. Einst soll er als heidnisches später als frühchristliches Zentrum gegolten haben. Das folgern zumindest Experten aus den Flurnamen der Umgebung wie z.B. Predigtstuhl, Heiligenberg, Heilige Eiche, Hünenkuhle, Hünenfeld oder Teufelsborn.

 

Auch im Eichberg (248m hoch) gibt es sagenumwogene Stellen wie z.B. den Teufelspfuhl.

 

Einige meinen dort sollen heidnische Götter angebetet worden sein und nach der Christianisierung sollen es dann Missionare gewesen sein die ihm seinen Namen gaben.

 

Sicher ist jedoch, dass es einst eine Sägegrube gewesen sein muss.

 

Jedem der die Stelle einmal besucht fallen sofort die steilen Ränder der quadratischen Mulde auf, die offensichtlich von Menschenhand abgestochen wurde.

 

Man benötigte eine solche Sägegrube, um die riesigen Eichenstämme, die zum Bau von Fachwerkhäusern benötigt wurden, auf die richtigen Längen sägen zu können und das funktionierte so:

 

Man legte die Eichenstämme über die Grubenränder. Eine Person stand unten in der Grube, die andere oben auf dem Stamm. Nun kam eine mächtige Handsäge zum Einsatz mit der beide zusammen die dicken Stämme zersägten.

 

Der Standort im Wald war praktisch, da man nun nur die fertig gesägten Balken ins Tal transportieren musste, nicht jedoch die Stämme.

Die Sägegrube wurde von der Forstgenossenschaft Frenke - Brockensen bereits mit einer Informationstafel versehen. Die Grube befindet sich jedoch im Wald und ist auf keiner Karte verzeichnet.